EBENE 1 · DIE PERSÖNLICHE GESCHICHTE
Ein Leben zwischen Verantwortung und Aufbruch
Ich habe einen großen Teil meines Lebens weit weg von Österreich verbracht. Rund vierzehn Jahre in Asien, davon etwa zwölf in China, haben mich beruflich geprägt - und menschlich verändert. Dort lernte ich, dass Vertrauen nicht aus Worten entsteht, sondern aus dem, was ein Mensch tut, wenn Verantwortung, Zeitdruck und unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen.
Mein beruflicher Weg begann im Maschinenbau und führte mich in internationale Projekte im Industrie- und Anlagenbau - über viele Jahre rund um die Welt. Den längsten Abschnitt, rund zwölf Jahre, verbrachte ich in China, wo ich im Qualitätsmanagement tätig war. Qualität war dort kein Schlagwort. Sie entschied, ob Menschen einander vertrauen konnten und ob aus einer Zusage ein verlässliches Ergebnis wurde. Ich lernte, genau hinzusehen, ruhig zu bleiben und Verantwortung nicht weiterzureichen, wenn es schwierig wurde.
Als die Corona-Zeit die Welt anhielt, kehrte ich 2020 mit meiner Tochter nach Österreich zurück. Für uns war das keine Rückkehr in ein fertiges Leben, sondern ein neuer Anfang. Wir mussten uns wieder eine Zukunft aufbauen - Schritt für Schritt und mit der Verantwortung, die man trägt, wenn man nicht nur für sich selbst entscheidet.
Ich begann dort, wo ich selbst Verantwortung tragen konnte: bei Immobilien, Vermietung, Finanzierung und neuen Projekten. Es ging nicht darum, etwas Spektakuläres zu erfinden. Es ging darum, ein Fundament zu schaffen - mit Banken zu sprechen, Verträge zu verstehen, eine Gesellschaft aufzubauen und meiner Tochter zu zeigen, dass ein Neubeginn nicht das Ende einer Geschichte sein muss.
Manche Wege geht man allein. Die wichtigen selten. Gerald Schwarzenbacher ist seit rund vierzig Jahren mein bester Freund und der Mensch, dem ich am meisten vertraue. Auch meine vielen Jahre im Ausland und die lange Zeit in China haben daran nichts geändert. Gerald bringt seine eigene langjährige Berufs- und Lebenserfahrung, technisches Verständnis, Struktur und einen klaren Blick dafür ein, wie aus Ideen funktionierende Lösungen werden. Heute bauen wir die Aveliqa GmbH und unsere Projekte gemeinsam auf - aus Freundschaft, Verantwortung und der Zuversicht, dass Erfahrung kein Abschluss sein muss, sondern der Anfang von etwas Neuem sein kann. Vieles trägt meine Handschrift, aber dieser Weg ist unser gemeinsamer.
Als künstliche Intelligenz Teil meines Alltags wurde, begegnete ich ihr nicht als Programmierer. Ich begegnete ihr als jemand, der sein Leben lang gelernt hatte, dass eine überzeugende Antwort noch lange keine richtige Antwort ist. Mich faszinierte, was plötzlich möglich wurde. Gleichzeitig wusste ich: Fortschritt darf den Menschen nicht kleiner machen. Er muss ihm etwas zurückgeben.